Die vier Lieblingslinks der Woche

Text VAN Redaktion · Foto lines von Deon Odendaal (CC BY-NC 2.0) · Datum 27.7.2015

Pavarotti und der Parvenu

Die Familie des 2007 verstorbenen Luciano Pavarotti möchte nicht, dass Donald Trump ein von diesem gesungenes Nessun dorma bei Wahlkampfveranstaltungen abspielt:

Pavarotti’s widow, Nicoletta Mantovani Pavarotti, and three daughters issued a statement this week calling on the campaign to stop using his music, saying that »the values of brotherhood and solidarity which Luciano Pavarotti expressed throughout the course of his artistic career are entirely incompatible with the worldview offered by the candidate Donald Trump.« (Aus der New York Times)

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Henry ist da

Disclaimer: Diese Erwähnung hat Anteile in eigener Sache, aber auch ohnedies müsste man hier Henry erwähnen. Aus dem Podium-Festival in Esslingen heraus wurde eine App entwickelt, die jede Woche ein neues – meist frisch eingespieltes – Musikstück beziehungsweise eine/n – meist lebenden/n – Komponist/in präsentiert. Die Präsentation ist vieldimensional, es gibt Begleitmaterial und viele mögliche Bewegungen, die der Würfel, in dem das stattfindet, möglich macht. Der VAN Verlag produziert dazu einen Podcast, die erste Staffel ist kostenlos, und es gibt keinen Grund, sich das nicht mal aufs Smartphone zu holen.

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Pomp and Circumstance – was macht einen großen Komponisten aus?

Der Guardian fragt, wo die großen Komponisten (in England) geblieben sind, wechselt aber ständig die Kriterien, was denn ein/e »großer« Komponist/in sein soll: einer den die Leute am Geldautomaten erkennen, einer, den die Nachwelt anerkennt, eine, die anspruchsvoll schreibt oder deren Stücke alle immer gut finden? Etwas schwammig, lohnt sich aber wegen der Kommentare unter dem Artikel. Und was gute Komponist/innen angeht: Wir hätten dazu ein paar Vorschläge.

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Presto mit Pesto

Die FAZ berichtet:

Internationale Künstler, die beim Rheingau-Musik-Festival auftreten, haben Post von Fluglärmgegnern bekommen. Der Festivalleiter spricht von einem ›ungeheuerlichen Vorgehen‹.

Es sieht eher nach einem guten Weg aus, Aufmerksamkeit auf das eigene Anliegen zu lenken. »Ungeheuerliches Vorgehen« ist eine Übertreibung aus der Empörung heraus, dass klassische Musiker mit realen Gegebenheiten des Ortes behelligt werden. Soll sich Michael Herrmann halt Festivalgebäck und Festival-Riesling »Presto mit Pesto« (ein Name wie Fluglärm) zur Beruhigung reinziehen.

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